
UNSERE LIEFERKETTE
Woher kommen unsere Cashewkerne?
Cashews werden immer beliebter bei Konsument:innen in Deutschland und Europa. Aber bei uns angepflanzt werden – das können sie nicht.
Unsere Cashews stammen zu 100% aus der Elfenbeinküste. Das Land in Westafrika produziert jährlich um die 1 Mio. Tonnen Rohcashews und damit etwa 25% der weltweiten Ernte.
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Diese Rohcashews werden größtenteils nach Vietnam transportiert, wo sie dann geknackt und die Kerne danach nach Europa oder Nordamerika exportiert werden. Die Cashew reist einmal um den halben Globus und zurück bis sie bei uns in Deutschland ankommt.
Seit einigen Jahren werden nun immer mehr Cashews in der Elfenbeinküste selbst geknackt. Bereits circa 20% der Rohcashews verbleiben im Land. Der erste Verarbeitungsschritt findet immer öfter vor Ort im Produktionsland statt. Das ist sowohl ökologisch sinnvoll als auch vorteilhaft für die Wirtschaftsentwicklung in der Elfenbeinküste. In großen Cashewfabriken werden viele Arbeitsplätze geschaffen. Wertschöpfung kann so im Produktionsland verbleiben.
Tinkarosi Fair Food geht zusammen mit seiner Partnerfirma K’Chibo noch einen Schritt weiter: Wir produzieren auch das Endprodukt für die Konsumenten vor Ort. Für die Röstung und Veredelung verwendet K’Chibo zusätzlich nur Zutaten aus der Elfenbeinküste.
Produziert zu 100% in der Côte d’Ivoire!
Was ist denn bitte schön eine Rohcashew?
Da die Cashew nicht bei uns in Europa wächst, wissen viele Konsument:innen gar nicht, dass der leckere Cashewkern einzeln in einer sehr harten und dicken Schale sitzt. Wenn der Kern noch in der Schale steckt, nennt man ihn Rohcashew.
Eine Rohcashew wächst am Cashewbaum und hängt unter der Cashewfrucht. Die ist übrigens auch essbar – aber bei uns konsumiert man bisher fast ausschließlich den Kern.
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Unser Partnerunternehmen in der Elfenbeinküste knackt die Rohcashews nicht selbst. Die Schale der Cashew ist extrem hart und beinhaltet zudem eine ätzende Flüssigkeit, d.h. das Knacken kann nur in großen Fabriken mit entsprechenden Maschinen und Sicherheitsvorkehrungen geschehen.
K’Chibo kauft die schon geknackten Kerne von den lokalen ivorischen Fabriken, welche die vor Ort angebauten Rohcashews von der Schale befreien. Bisher arbeiten wir mit zwei Fabriken im Land zusammen, von denen eine bereits biozertifiziert ist. Wir hoffen daher, auch das Endprodukt in Deutschland in einigen Monaten mit Bio-Siegel anbieten zu können.
so viel wie möglich IM PRODUKtionsland
K’Chibo und Tinkarosi Fair Food wollen auch das Endprodukt für die Konsument:innen vor Ort in der Elfenbeinküste produzieren. Bisher gibt es in Deutschland fast ausschließlich Cashewsnacks zu kaufen, die in Europa veredelt und verpackt wurden.
Die Verarbeitung vor Ort schafft einerseits Arbeitsplätze. Vor allem aber fördert es die Ausbildung von Kompetenzen in der Lebensmittelverarbeitung und der Herrstellung von Qualitätsprodukten.
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In der kleinen Fabrik von K’Chibo im Dorf Alépé werden die Kerne geröstet, gewürzt und verpackt. Die Gewürze, der Kakao und der verwendete Zucker zum Karamellisieren sind genau wie die Cashews in der Elfenbeinküste produziert. K’Chibo kauft die Zutaten von lokalen Kooperativen ein.
Die fertigen Cashew-Snacks vertreibt K’Chibo auch vor Ort in der Großstadt Abidjan, aber der vielversprechendste Markt liegt im Moment noch in Europa. Tinkarosi Fair Food vertreibt die Cashews hier in Deutschland unter eigener Marke.
Einen Makel hat unsere Produktionskette noch: Die Verpackungen sind in Deutschland produziert und müssen vor der Befüllung in die Côte d’Ivoire importiert werden. Denn Tinkarosi Fair Food ist es wichtig, dass die Verpackung hier in Deutschland recycelt werden kann. Recycelfähige Lebensmittelverpackungen können bisher allerdings nicht in der Elfenbeinküste hergestellt werden. Es gibt schlicht und einfach keine Produktion dieser Verpackungen im Land. Wir hoffen, dass auch unser Projekt eine Nachfrage vor Ort kreiert, sodass sich bald entsprechende Verpackungsfirmen vor Ort gründen.